Über die Statisthek


“Ich traue keiner Statistik, die ich nicht selber gefälscht habe.“

Jeder kennt diesen Satz und viele halten ihn leider für wahr (mehr über die Herkunft dieses Zitates hier in der Statisthek). Doch eine große Hilfe ist dieses Motto nicht, in einer Gesellschaft die aufgrund der enormen und täglich wachsenden Fülle an Informationen ohne eine Datenverdichtung (und nichts anderes ist der Zweck von Statistik) nicht funktionieren würde. Statistik begegnet uns täglich - und täglich brauchen wir sie zur Bewältigung unseres Alltages.


“Statistik hilft uns wahrzunehmen, was wir sonst gerne übersehen.“
(Axel Noak)

Natürlich sind Statistiken nicht unkritisch zu konsumieren. Denn jede Datenverdichtung ist immer auch eine verkürzte Darstellung der Realität. Welche Aspekte der Realität in einer Statistik vereinfacht oder weggelassen werden entscheidet der Urheber - und dies ist das Tor zur Manipulation. Der Statistiker kann sich durch gezielte Aufbereitung von Daten die Welt ein Stück weit so darstellen wie sie ihm gefällt. Und der Datennutzer muss wissen, wie man das erkennt.

"Statistik ist für mich das Informationsmittel der Mündigen. Wer mit ihr umgehen kann, kann weniger leicht manipuliert werden.!"
(Elisabeth Noelle-Neumann) 


Mit der Statisthek möchte ich in diesem Sinne einen kleinen Beitrag leisten. Anhand von aktuellen Beispielen möchte ich aufzeigen wie statistische Informationen die öffentliche Meinung manipulieren können, wenn man nicht richtig mit ihnen umgeht. Dabei geht es nicht darum, statistische Aufbereitungen in Frage zu stellen. Im Gegenteil: In dem ich die Grenzen der Statistik aufzeige möchte ich gleichzeitig ihren großen Nutzen vermitteln.

"Das Wissen um die Phänomene, die sich einer statistischen Erfassung entziehen, macht gelassen gegenüber falschen Sorgen über die Allmacht der Zahlen oder gar der Zahlensammler."
(Edzard Reuter) 


Viel Spaß in der Statisthek!